Mein Dunkel zur Krippe bringen
Da fand ich mich
weinend wieder
zu Marias Füßen
so voller Sehnsucht
mit leeren Händen
und hinter mir
schwer auf meinen Schultern
der lange Mantel Finsternis
gewebt aus den Tränen
und Zumutungen
des ganzen Jahres
Und heraus krochen
wie riesige Spinnen
die Ängste
die hohlwangigen Geister
der Verzweiflung
halb verhungerte Hoffnungen
und ungetröstete Zartheit
Und ich konnte das Kind
nicht sehen
vor lauter Tränen
und Maria öffnete ihren Mantel
zog mich auf ihren Schoß
und ließ mich weinen
Als ich erwachte
sah ich
ein Leuchten
hinter dem Dunkel
eine Ahnung
von Farben
von Trost