bescheidener vorschlag für ein neues lied

 

nach all den

siegesfanfaren

und lautstarken

selbstgewissheiten

und dröhnenden

ostergesängen

über die stummen

gräber hinweg:

und nichts wird gut –

 

geht es jetzt endlich mal

ein paar nummern kleiner?

 

so vielleicht:

 

aus der finsternis

fast unhörbar

eine lichte stimme

 

aufgestanden

bin ich

 

leise ahnung

vom ende aller alpträume

im licht eines neuen morgens

 

und dann

nach einer quälend

langen totenstille

 

bis heute

mit dir

 

kann es denn wirklich sein:

niemand bleibt einsam

und allein?

 

 

Max-Josef Schuster