stille nacht

 

die engel

finden keine

worte

 

die hirten erschlagen

die herden geraubt

die fluren

trinken blut

 

die engel

verlieren ihre

heimat

 

vom himmel hoch

da kommen jetzt

raketen die über

tönen das blut

das zum himmel

schreit –

 

stumm

sitzen die engel

zwischen den frauen

kindern und alten

frieren im keller

ohne wasser und licht

 

irgendwo

erblickt ein kind

das licht der welt

in finsternis

 

geburt

ist unvermeidlich

selbst in diesen zeiten

 

die engel

schließen die augen

und fürchten sich –

 

 

 

Max-Josef Schuster