inwendig

 

 

 

Manchmal zerrinnst du mir, Gott,

 

unter den Fingern im Hantieren

 

mit dem Kalender.

 

 

 

Dann wieder ertaste ich dich

 

beim Schälen der Kartoffeln,

 

beim Spülen der Gläser.

 

 

 

Und wenn ich die kalten Hände

 

meiner Nachbarin wärme,

 

bist du da, so nah

 

 

 

als wärest du in mir

 

und ich in dir,

 

herzhautnah.

 

 

 

Lisa F. Oesterheld