HOCHEBENE
Nun ist das Leben mir leicht und lieb,
froh darf ich kosten
Musik, Natur, neues Lernen, 
Worte der Tiefe, endlich gefundene freundlich weitende Liebe, 
gestärktes Selbst,
DICH 
in vielen Augenblicken meines Tages. 

Kaum ist mir nun erinnerlich 
die schwere vergangene Bitternis, 
darin ich fast im Abgrund,
ich fühl sie nicht,
nur das Gedächtnis 
führt sie vor mein Auge. 

Sollt ich nun also ängstlich erwarten 
die Rückkehr der Dunkelheit?

Erwarten vielleicht, 
doch nicht eng besorgt. 

Weiß ich doch wie nichts sonst:
in tiefster Nacht weckst DU neuen Tag,
schöner als jeder gegangene. 

Und nicht bei Nacht und nicht bei Tag 
hat, wird mich je alleine lassen 
DEIN Feuer, DEINE wärmende Glut.