den rosen entgegen

 

            ein traumbild – zu „adesso tu“ von eros ramazotti

 

ich verlasse

das vaterhaus

draußen die nacht

duftet lau nach

rosen und sex

ich gehe und

gehe und weiß

nicht wohin

 

ich bin sechzehn

mein weißes nylon

hemd flouresziert

im partylicht bin ich

draußen und suche

und suche und

weiß gar

nicht was

 

aus den winkeln des

parks ein stöhnen da

halten und küssen

sich paare ich

will mir die nacht

über die augen

ziehen doch da ist

nicht einmal nichts

 

vom himmel hoch

keine botschaft kein laut

nur stumm und spöttisch

und schwarz

schaut es blind

auf mich und

mein flatterndes

herz herunter

 

ich gehe und gehe

um meine füße

beton der wächst und

wird hart ich schweige

und sehn mich und

schweig meine

trockenen tränen

hinunter - - - - -

 

ich bin nicht mehr

sechzehn

 

ich drehe mich um

ich drehe mich um

ich dreh mich

und tanze

ich dreh mich

und singe

ich dreh mich

und lache

 

und drehe mich um

 

 

Max-Josef Schuster