Leben

 

Frühlingserwachen,
der Garten voll grün
und sattem gelb


In der Dämmerung des Tages
gieße ich das Farbenmeer,
plätschernd rinnt das kühle Wasser
in die trockenen Erdfurchen


Ein Gedanke,
ein kurzer Augenblick
in dem ich mich selbst
so durstig fühle


Nach Lebensnass, das
mein Blühen und
mein Blüten tragen
nährt


Still sehnend,
wende ich mich
dem nächsten Farbgrund zu


Komm,
gieße Dürrem
Leben ein

 


M. D. Schneider