I.

Alles,

mein Gott,

ist schon gesagt.

Was soll ich dem hinzufügen?

 

Wie könnte ich

dich besser besingen

und preisen

als Psalmen,

mich messen

an Dichtern und Denkern?

 

Doch ihre Sprache ich nicht meine.

Meine Klage ist nicht ihre

und meine Freude

teilen sie nicht.

 

Wie könnte ich

singen und beten und schreiben,

wüsste ich nicht,

dass jede meiner Tränen dich

bewegt?

 

II.

Am Anfang meiner Liebe

stand die Sehnsucht

nach Beziehung, 

nach Glück,

nach dir

Gott.

 

 

Ich suchte

in meinen Begegnungen,

in meinen Träumen,

in meinem Alltag.

 

 

Am Ende

erkannte ich dich

in meiner Sehnsucht selbst:

im Glück meiner Begegnungen,

in der Liebe meiner Träume,

dich, den all-

täglichen

Gott.

 

 

 

Verena  Löhr